Marcel führt ein von ihm aufgebautes und stetig gewachsenes Unternehmen. Er fühlt sich dabei zunehmend erschöpft und auch frustriert. Zudem empfindet er eine Art Sinnentleerung und entsprechende innere Leere.
Was zu Beginn in der Startup-Phase mit Energie und Vision begann,fühlt sich heute wie eine Last an, die stetig schwerer wird. Ziel ist es, die Balance zwischen Leistungsfähigkeit, Regeneration und einem erneuerten Sinn(Purpose) wiederherzustellen.
Seine Wahrnehmungen und Empfindungen stammen selbstredend aus seiner Eigenwelt mit entsprechenden Fragen zum lebenssinn. Die Auswirkungen und Konsequenzen betreffen jedoch die Arbeitswelt, in der er sowohl in den Rollen des Unternehmers als auch CEO agiert und die Privatwelt, in der er sowohl in den Rollen Sohn, Ehemann, Vater und Freund seine Verpflichtugen hat.
Die empfundene Erschöpfung kann somit erhebliche Konsequenzen haben.
→ Kernthemen:
Marcel steht an einem unternehmerischen Wendepunkt. DasUnternehmen ist gewachsen, die Verantwortung hat zugenommen – doch die innereRessource hat nicht Schritt gehalten. Was einst mit Motivation und klaremAntrieb begann, ist einem Zustand gewichen, den Marcel schwer in Worte fassenkann: Er ist da, er funktioniert – aber er ist nicht mehr ganz er selbst.
Auf der Verhaltensebene zeigt sich das in Rückzug, Ungeduld undfahriger Kommunikation. Die emotionale Präsenz fehlt in Meetings, in Gesprächenmit dem Team, aber auch im Privatleben. Auf der inneren Ebene – der Werte- undemotionalen Ebene – herrschen Müdigkeit, Enttäuschung, Leere und Zweifel ambisherigen Kurs.
Der Kopf ist überfüllt: Kritik von aussen, Forderungen vonMitarbeitenden, Kunden und Markt, Zukunftsunsicherheit, ungelöste personelleKonsequenzen. Team und privates Umfeld erleben zunehmend Distanz – dieIsolation wächst leise, aber merklich. Marcel ist körperlich präsent und dochinnerlich abwesend.
Gewachsenes Unternehmen mit steigender Verantwortung
Allgemein: Erschöpfung · Frustration ·innere Leere · Distanz
Emotional: Müdigkeit, Leere, Frustration, Zweifel
Kognitiv: Hinterfragen des bisherigen Kurses, Sinnsuche
Verhalten: Rückzug, Ungeduld, reduzierte Präsenz
Sozial: Distanz im privaten Umfeld
Eigenwelt - Privatwelt – Arbeitswelt
Eigenwelt: Werteebene E1 · Emotionale EbeneE2 · Körperebene E3
Arbeitswelt: Wesenskern A1 – Kultur A2
Privatwelt: Gegewartsbeziehung/-familie P2 – Freundes-/Bekanntenkreis P3
Sinn: Sinn und Existenz S1
Der Fall zeigt ein klassisches Zusammenspiel aus drei sich gegenseitig verstärkenden Dynamiken:
Der ursprüngliche Purpose – das innere "Warum" – ist nicht mehr klar sichtbar oder zugänglich. Was einst Antrieb gab, ist verblasst.Die tägliche Arbeit hat an Bedeutung verloren.
Erfolg und Verantwortung sindschneller gewachsen als Regeneration und innere Neuorientierung. Das persönlicheRessourcen-Konto ist überzogen.
Unter Dauerstress nimmt dieFähigkeit zur Selbstbeobachtung und -steuerung messbar ab. Marcel verliert denZugang zu seinen eigenen Bedürfnissen, Grenzen und Werten.
Das Zusammenspiel dieser drei Faktoren erzeugt eine sich selbstverstärkende Spirale: Weniger Energie → weniger Reflexion → wenigerOrientierung → noch weniger Energie. Hinzu kommt der soziale Rückzug, der dieIsolation erhöht und die Ressourcen weiter reduziert.
Bemerkenswert: Das Umfeld reagiert bereits – Team undPrivatpersonen spüren die Distanz. Das ist ein wichtiges Signal: Die Situationist sichtbar und damit veränderbar.
Roter Faden (aus Profilmatrix):Innehalten → Energie- und Stressmuster sichtbar machen → Purpose neu klären →nächste 90 Tage strukturieren.
Eigenwelt - Stressmuster sichtbar machen!
Arbeitswelt - Purpose-Klärung!
Privatwelt – Miteinbeziehen und Platz für Begegnungen schaffen!
Viktor Frankl – Man's Search for Meaning (1946): Klassiker zur Sinnfindung in extremen Situationen. Zeitlos relevant für jede Form von innererLeere.
Simon Sinek – Start with Why (2009): Warum klarer Purpose derentscheidende Unterschied zwischen Funktion und Wirkung ist.
Frederick Buechner / Literatur zur Berufung: Wo deine grössteFreude und die grösste Not der Welt sich treffen.
Bessel van der Kolk – The Body Keeps the Score (2014): Wiechronischer Stress und emotionale Erschöpfung im Körper gespeichert werden –und wie man wieder herauskommt.
Herbert Freudenberger – Burn Out (1974): Erstes Standardwerk zumBurnout, beschreibt das Phänomen aus erster Hand.
Brené Brown – Dare to Lead (2018): Verletzlichkeit undauthentische Führung als Ressource statt Schwäche.
Greg McKeown – Essentialism (2014): Weniger, aber besser. DasBuch für Unternehmer, die gelernt haben, allem zu sagen und dabei sich selbstverlieren.
James Clear – Atomic Habits (2018): Wie kleine Gewohnheitengrosse Wirkung entfalten – praxisnah und direkt anwendbar.
Michael Gerber – The E-Myth Revisited (1995): Warum vieleUnternehmer im Betrieb arbeiten statt am Betrieb – und wie man den Unterschied lebt.
Frédéric Laloux – Reinventing Organizations (2014): Neue Formensinnstiftender Unternehmensführung jenseits klassischer Hierarchien.
Peter Senge – The Fifth Discipline (1990): Systemisches Denkenund lernende Organisationen als Antwort auf Komplexität.
self-universe.ch: https://self-universe.ch – Eigenes Framework – Profilmatrix, Coaching-Ansätze und Werkzeuge zurSelbstführung
ICF (International CoachingFederation): https://coachingfederation.org – Verzeichnis zertifizierter Coaches weltweit; Suchfunktion nachSpezialisierung
European Mentoring & CoachingCouncil: https://emccouncil.org – EMCC-Verzeichnis für professionelle Coaches und Mentoren in Europa
Simon Sinek – Start with Why(TEDx): https://www.youtube.com/watch?v=u4ZoJKF_VuA – TED-Talk (18 Min.) – einer der meistgesehenen Vorträge über Purpose undFührung
Brené Brown – The Power ofVulnerability (TED): https://www.ted.com/talks/brene_brown_the_power_of_vulnerability – ÜberVerletzlichkeit, Authentizität und das Fundament echter Führungsstärke
Mindgarden(Resilienz-Assessment): https://www.mindgarden.com – Wissenschaftlich validierteTools zur Messung von Resilienz und psychologischem Kapital
Maslach Burnout Inventory (MBI): https://www.mindgarden.com/117-maslach-burnout-inventory – Standardisiertes Selbstassessment zur Burnout-Diagnose in Führung undBeruf
Pro Mente Sana (CH): https://www.promentesana.ch – Schweizer Anlaufstelle für psychische Gesundheit; Beratung undRessourcen
Burnout-Info (DE): https://www.burnout-info.de – Fundiertes Informationsportal zu Symptomen, Prävention und Behandlung
Wheel of Life (kostenlos): https://wheeloflife.noomii.com – Visuelles Tool zur schnellen Standortbestimmung in den Lebensbereichen
16 Personalities / MBTI: https://www.16personalities.com/de – Persönlichkeitsprofil – hilfreich zur Reflexion von Stärken und blindenFlecken
Calm / Headspace (Apps): https://www.calm.com – Evidenzbasierte Apps für Meditation, Schlaf und Stressreduktion


Die Arbeitswelt findet in der Regel in einer Organisation statt oder ist von einer solchen abhängig. Aber wie gliedert sich eine Organisation eigentlich und warum gibt es sie überhaupt?


Jede Organisation besteht aus einem Grund! Dieser definiert sich in einem Wesenskern, der aus aus weichen und harte Aspekten besteht. Im Wesenskern spiegelt sich der eigentliche Existenzgrund.


Eine Veränderung - getrieben durch externer Marktkräfte oder interner Überlegungen - betrifft immer den Wesenskern der Organisation, speziell den Existenzgrund, die Identität und die Werte.


Jede Organisation braucht eine Vorstellung des WOHIN und WARUM (Vision), des WAS (Mission) und des WIE (Strategie) haben. Diese "W's" sind nie starr, sie müssen flexibel auf Einflüsse anpassbar sein.


Die Kultur-Ebene ist die Vereinbarungsebene aller Stakeholder. Die Kultur ermöglicht oder verhindert den Erfolg. Die Kultur ist Mensch zentriert und besteht aus sog. weichen Elementen.


Eine Organisation wird geführt und nicht gemanagt. Führen besteht aus "Selbstführung", "Leadership", "Managen" und funktionsangepasster "Expertise". Führen beruht auf der persönlichen Entwicklung.


Ein Kulturwandlungsprozess beabsichtigt alte, in neue kollektive Überzeugungen, Haltungen und Verhaltensweisen zu transformieren. Ein KWP dauert in der Regel Jahre, aber ist entsprechend nachhaltig.


"Man kann nicht nicht kommunizieren." oder "Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei letzterer den ersteren bestimmt." Axiome nach Paul Watzlawick


Leider und zu unrecht negativ konnotiert. Ohne Konflikt oder der damit einhergehenden Verhandlung unterschiedlicher Meinungen, Vorgehensweisen, Absichten usw. hätte es keine Entwicklung gegeben.


Vertrauen führt! - Das meint R. Sprenger in seinem gleichnamigen Buch. Damit ist im Wesentlichen ausgedrückt, welche Bedeutung "Vertrauen" in (allen) Beziehungen hat.


In einem Team vereinbaren sich Menschen auf das erfolgreiche Erreichen eines Ziels. Die Summe der Teams determiniert den Erfolg einer Organisation. Damit ist die Bedeutung eines Teams geklärt.


Der positive Umgang mit Veränderung ist eine zentrale Fähigkeit sowohl für eine ganze Organisation als auch für das Individuum. Veränderung bedeutet Unbekanntem zu begegnen, aber mit welcher Haltung?


Ein strukturiertes Case Management zeigt sowohl für eine Organisation als auch das Individuum den Willen, lernen zu wollen. Kulturell und strategisch wichtig in einer Zeit der steten Veränderung.


Krisen begleiten uns ein Leben lang, aber ... sie bieten Erkenntnisse an und ermöglichen Wachstum. Die tatsächliche Herausforderung besteht im Umgang mit ihnen. Oder: Wie gehe ich mit Krisen um?


Die Ordnung ein sach-logischer Aspekt und ist für die Effizienz und die Effektivität einer Organisation zentral. Die hierarchische Reihenfolge lautet: Prozesse - Organisation - Funktion!


Die hierarchische Reihenfolge "Prozesse - Organisationsform - Funktion" gilt es in jeder Veränderungsform wie bspw. Change, Reorganisation, Restrukturierung und/oder OE zu befolgen.


Ohne Ressourcen keine Organisation. Ressourcen sind endlich und gehören stets erneuert. Ressourcen bestehen aus Kapital, Locations und Infrastruktur. Das Human Capital besteht aus der Kultur.


Die Eigenwelt ist der Ursprung der Selbstführung! So findest du in der Beziehung zu dir selbst den Wesenskern für deinen Lebenssinn. Voraussetzung: Die Bereitschaft zur kritischen Selbstreflexion.


Deine Werte entstanden durch lebensprägende Beziehungen und Erfahrungen. Sie sind die Basis deiner Lebensintelligenz und damit die Grundlage für deine Lebensgestaltung.


Mein Verhalten wirkt! Die emotionale Intelligenz (EI) unterstützt dich in der positiven und bewussten Gestaltung dieser Wirkung. Sie ist damit entscheidend für die Beziehungsgestaltung. Sei Achtsam!


Deine Physis ist die eigentliche Lebensgrundlage. Einschränkungen wirken auf andere Facetten deiner Persönlichkeit wie Geist und Psyche. Gesundheit setzt ein Werte-, nicht Zeitmanagement voraus!


Jede einzelne Zelle. in deinem Körper braucht Bewegung! Deine Psyche braucht Bewegung! Dein Geist braucht Bewegung! Ohne Bewegung lebst du nicht!


Nahrung ist Energie, sie ist essentiell. ABER: Wieviel Nahrung brauchen wir? Wie und welcher Form ist sie gesund oder schädlich? Was weiss ich tatsächlich darüber? Wie bewusst ernähre ich mich?


Der Schlaf ermöglicht Leistung! Der Schlaf ermöglicht Spass! Der Schlaf ermöglicht Wachstum! Der Schlaf ermöglicht Heilung! Ohne genügend Schlaf, welken wir! Schlafen heisst intelligent sein!


Wir sind hochgradige kognitive Wesen. Unser Hirn ist der jüngste Geniestreich der Evolution und katapultierte uns an die Spitze der Nahrungskette. Aber was sind Licht und Schatten unseres IQ?


Es gibt keine glaubwürdige Führung ohne Selbstführung! Die SF ist ein Entwicklungsmuss für jeden Menschen, der sich entschieden hat, andere zu führen. SF ist eine stete Persönlichkeitsentwicklung.


Burnout ist eine persönlich empfundene Sinnentleerung! Burnout ist ein Syndrom, es entwickelt sich schleichend, ist schwer erfassbar! Burnout verhindern, erfordert Bewusstsein, Ehrlichkeit und Mut!


Resilient sein, heisst nicht liegen bleiben sondern sich dem Scheitern entgegenstellen, aufzustehen, zu lernen! Resilienz ist trainierbar und kein Privileg! Wir (die meisten) sind resilient!


Gestern, heute und wohl noch mehr in der Zukunft wird der Umgang mit Stress aufgrund der steigenden Anforderungen getrieben durch die stete Veränderungen zu einer Schlüsselkompetenz.


Ein klarer Umgang mit Veränderung ermöglicht ein bewusstes Erleben der Veränderung. Beides fordert Erkennen sowie Einsehen der eigenen Bedürfnisse vs. der Anforderungen der Veränderung.


Die Privatwelt repräsentiert meine eigentlichen Herzbeziehungen, aber bin ich eigentlich eine gute Tochter, ein guter Sohn, eine gute Partnerin oder Partner, bin ich ein guter Elternteil?


Gezeugt, geboren, geprägt, erzogen! Was habe ich übernommen, was ist mir geblieben, was ist mir immer noch wichtig, welche Beziehung habe ich zu meinen Eltern? Das sind wichtige Lebensfragen!

Erlebnisse und Erfahrungen prägen mich zeitlebens. Aber welche Erinnerungen habe ich an meine frühen Prägungsjahre? Wie haben diese meine Entwicklung geprägt? Warum bin ich was ich bin?

Ich wurde durch meine Eltern geprägt und sie? Wo: Der kulturelle Rahmen! Wann: Der zeitliche und historische Kontext! Durch: Ethische und materielle Prinzipien! Was hat sich verändert?

Ich entwachse meiner nicht selbstgewählten Ursprungsfamilie. Ich gehe in eine selber bestimmte private, nahe Beziehung. ich übernehme damit Verantwortung. Was wird anders?

Gibt es für mich einen Unterschied zwischen Bekannten, Kollegen und Freunden? Aus was bestehen sie? Welche Werte, Ansprüche und Erwartungen leiten mich? Was gebe ich?

Freundschaften entwickeln und/oder verändern sich im Verlauf eines Lebens. Bleiben sie Freundschaften oder nicht? Was sind die Gründe und was sind die Konsequenzen?

Peking, Los Angeles, Rio de Janeiro, Kapstatt, Rom, Paris, Moskau, Berlin, Zürich, Lausanne, Bern, Appenzell ... was sind die wesentlichen Unterschiede und welche Prägungskraft hätten sie auf mich?

Norden - Süden, Osten - Westen, Kontinente, Ethnien, Demokratien, Autokratien, Diktaturen, Monarchien - welche kulturellen Normen gelten, welche sprechen mich an, welche nicht?